Mittwoch, 2. Mai 2012

Einer war oben

Unser heutiger Gipfelversuch war: für Wastl und mich erfolglos und interessant. Ich wusste nicht wie sich das anfühlt wenn man ultralangsam herumschleicht und trotzdem völlig außer Atem ist und sich fühlt wie auf den letzten Metern einer Langdistanz.

Im Gegensatz zu Wastl und mir wars für Horstl heute ein voller Erfolg. Er ist an allen Pistenraupennutzern vorbeigezogen ist und hat als Erster des Tages den Gipfel erstürmt. Der Einzige der noch vor ihm war hat sich in den letzten Metern im Eis verfranst und wurde so auch noch erfolgreich abgehängt.

Leider gibt es keine gute Ausrede für uns anderen Beiden. Das Wetter war abgesehen vom permanenten eisigen Wind perfekt. Die Verhältnisse so gut, dass man fast bis zum Sattel auf 5416m mit Ski (+Harscheisen) gehen konnte, nur das letzte Stück mit Steigeisen. Ich hab meine Ski dann auf ca. 5350m deponiert, weils mir zu anstrengend war sie weiterzubuckeln, um anschließend um Atem ringend über windverpressten Schnee holpern zu können.

Am Sattel war dann aber für Wastl und mich endgültig Schluss. Wir waren einfach zu langsam unterwegs, das letzte Stück zum Gipfel noch zu lang und die Ansage war für den Nachmittag schlechter (was aber nicht eintrat), also sind wir umgedreht und wieder abgefahren zurück zum Container, das restliche Equipment einsammeln und ab ins Tal.

Nachdem wir sowieso nicht am Gipfel waren und mir sämtliche Vollständigkeitsgedanken zwengs Aufstieg und Abfahrt gleich sein konnten hab ich die Gelegenheit genutzt und bin samt Gepäck zu unseren gerade ins Tal fahrenden ukrainischen Container-Nachbarn auf die Pistenraupe zugestiegen und wurde mit Raupe und Gondel ins Tal kutschiert. Musste weder dafür zahlen noch mein Gepäck selbst tragen. Wunderbar.

Jetzt ist die Wettervorhersage für die nächsten Tage leider tatsächlich schlechter, wie sich schon abgezeichnet hatte und weshalb wir unsere ursprüngliche Planung (inkl etwas mehr Akklimatisierung) über Bord geworfen hatten. Wenns irgendwie geht versuchen Wastl und ich in den nächsten Tagen nochmal auf diesen Berg zu steigen. Ansonsten wars wohl diesmal nichts.

Wüsste aber auch nicht wie man es sonst besser hätte machen sollen, außer früher anreisen. Das Wetter soll morgen schon schlechter sein. Schade!

... vom iPhone ...

3 Kommentare:

  1. Schade, hätte Euch auch Erfolg gewünscht. Werdet dennoch -auch ohne Erreichen des Gipfels- viel an Eindrücken und Erfahrungen mit im Gepäck heim bringen. Und vielleicht geht ja doch noch was?

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